4 Denkfehler, die unseren Selbstwert ruinieren

Wir leben in einer Gesellschaft, in der man sich vergleicht. Ständige Vergleiche können in eine chronische Unzufriedenheit münden. Dabei wollen wir genau das Gegenteil. Doch es gibt Denkansätze, aus diesem Gedankenkarussell auszusteigen. Zeit, dem Neid den Kampf anzusagen!

Der erste Fehler: Im Vergleich leben

Stelle dir vor, du planst mit deinem besten Freund oder deiner besten Freundin einen richtigen schönen Abend in ganz vielen Clubs. Du machst dich etwas hübsch zurecht, bevor du aus dem Haus gehst. Obwohl, das ist untertrieben! Du hast dich richtig herausgeputzt. Vielleicht wartet ja jemand Nettes auf dich.

Doch als du nach ein paar Stunden wieder zuhause bist, bist du richtig enttäuscht. Deine Begleitung hat sehr viele Komplimente abbekommen. Und Du? Du wurdest kaum beachtet. Ist deine Begleitung einfach hübscher? Bist du zu schnell in den letzten Jahren gealtert? Zu komisch? Zu ungestylt?

Wir setzen uns selbst gerne in Vergleiche und werten uns herab. Wir stellen uns ins Zentrum unserer Gedanken, in denen wir nur verlieren können. Das ist völlig ungesund und absurd.

Doch niemand würde es ablehnen, selbst schön, reich und erfolgreich sein zu wollen. Und da sind sie wieder: die ständigen Vergleiche. Das ist der Fehler Nummer Eins: Wir schauen zu wenig auf uns selbst.

In Vergleichen verlieren wir uns im Negativen. Hierbei werden wir uns selbst nicht gerecht. Sprechen die Gedanken sogar von einem geringeren Selbstbewusstsein? Ups – es ist ausgesprochen!

Der zweite Fehler: Alles auf sich beziehen

Wo war deine Perspektive, als du auf deine Begleitung geachtet hast? Und gleichzeitig Neid in dir aufstieg? Richtig. Auf die Person, die deine Begleitung angeflirtet hat. Und nicht dich. Warum hat der oder die denn dich nicht angesprochen?

Doch das ist der zweite Fehler. Wir setzen uns in einen Vergleich, und nehmen uns als zu wichtig. Was hat der Flirt mit dir zu tun? Eigentlich gar nichts. Trotzdem nimmst du das als Anlass, um dich herabzustufen. Damit verpasst du die Chance, selbst Initiativen oder andere Blicke im Club zu ergreifen.

Vergleiche, die aus Neid entstehen, basieren auf dem Gedanken, selbst nicht irgendwo dazuzugehören. Wir wollen unbedingt dazugehören. Aus diesem Drang können negative Muster entstehen, die die Wahrnehmung erfindet. Du spielst in dem Flirt zwischen deiner Begleitung und dem Clubbesucher keine Rolle. Warum spielt es dann eine Rolle, sich herabzustufen? Dein Schmerz belastet unnötig. Es hat also nichts mit dir zu tun, wenn andere Menschen andere attraktiv finden. Behandele dieses „Nichts“ ruhig so.

Es geht hierbei nicht um ein „Stell dich mal nicht so an!“. Viel eher warnt dieser Absatz vor unzulässigen Vergleichen, die sich auf Situationen beziehen, in der man keine Relevanz hat.

Der dritte Fehler: Verbeugung vor dem „König Überall-Beliebt der XIV.“

Wir führen Vergleiche nicht umsonst. Und wir führen sie immer wieder. Aus dem Grund, eines Tages vielleicht auch so viel Beachtung wie deine Clubbegleitung zu erhalten. Aus dem großen Bedürfnis, überall sozial anerkannt zu sein. Überall akzeptiert. Überall beliebt.

Eine Person, die überall beliebt ist, kann sich glücklich schätzen. Diese hat sicher guten Style, ist attraktiv und hat eine sympathische Ausstrahlung. Genau eine solche Person wollen wir sein. Aber: Eine solche Person gibt es aber gar nicht. Sie herrscht über unseren Idealen und ist ein Konstrukt.

Ideale erzeugen einen mächtigen Druck auf uns. Wir wollen alle irgendwie anerkannt sein. Es ist aber falsch, danach zu streben. Wir müssen zunächst bei uns Anerkennung schaffen. Aber nicht, indem wir uns verstellen. Eher sollten wir uns vor uns selbst so natürlich geben, wie wir sind. Authentisch sein ist die größte menschliche Stärke. Wenn wir zu viel auf andere achten, achtet niemand auf unsere Psyche.

Der vierte Fehler: Ein Ja zu anderen ist kein Nein zu dir

Nur weil jemand anderes deine Begleitung attraktiv findet, ist das keine Abwertung zu dir selbst. Nur weil du an dem Abend keinen Erfolg hattest, muss das nicht bedeuten, dass sich die ganze Welt gegen dich verschworen hat. Das ist der größte Denkfehler in puncto Neid.

Stelle dich also nicht gedanklich ins Zentrum, wenn jemand anderes Erfolg erfährt. Verliere dich nicht in Gedankenkarusselle, wie du selbst hättest erfolgreicher sein können. Das eigene Optimum ist erfahrbar. Im eigenen Selbstwertgefühl. Doch wie viel du wert bist, möchte möglicherweise niemand dir aufzeigen. Oder weißt du, wie viele dir gegenüber schon eifersüchtig waren? Wohl kaum.

Es ist lernbar, wie wir durch die Welt gehen. Es ist eine Entscheidung, wie wir mit Situationen umgehen. Wenn wir einen Flirt eines anderen beobachten, können wir den ganzen Abend sauer sein. Wir können mit herunterhängenden Mundwinkeln dann durch die Clubs laufen. Oder: Wir laufen positiv durch die Clubs – weil wir es uns wert sind.